HSM® als Partner für Verteidigung und Sicherheit
In den letzten Jahren war die Verteidigungsbranche weniger im Fokus. Doch jetzt steigt die Nachfrage deutlich – nicht nur bei etablierten, sondern auch bei zahlreichen Zulieferern der OEMs, die verlässliche Lieferquellen für besonders sicheres Werkmaterial benötigen. Wir haben mit unserem Experten Wolfgang Lettenbauer der seit Jahren eng mit Kunden aus dem Sicherheits- und Verteidigungssektor zusammenarbeitet, über die Herausforderungen und Trends gesprochen:
Die Nachfrage nach Hochleistungswerkstoffen im Verteidigungsbereich nimmt aktuell stark zu. Woran liegt das Ihrer Meinung nach? Das hat mehrere Gründe. Einerseits hat sich das Sicherheitsbewusstsein in der Gesellschaft und Politik deutlich verändert. Die Begrifflichkeit hat sich gewandelt – man spricht heute nicht mehr nur von „Rüstung“, sondern von „Defence“ oder „Sicherheit“. Die Menschen wollen sich sicher fühlen – und die Regierungen reagieren mit entsprechenden Investitionen. Andererseits werden heute ganz andere Technologien verwendet, die ohne Hochleistungswerkstoffe gar nicht mehr auskommen. Es geht um moderne Systeme, die höchste Anforderungen an Materialqualität und Belastbarkeit stellen. Da sind klassische Werkstoffe schlicht nicht mehr ausreichend.
Wie verändert sich dadurch Ihr Kundenkreis? Bedienen Sie hauptsächlich die großen Konzerne oder auch Zulieferer? Die großen DAX-Konzerne im Verteidigungssektor expandieren massiv – sowohl was Fertigungskapazitäten als auch die Beschaffung angeht. Viele sind überlastet und setzen vermehrt auf strategische Beschaffung, also auf zuverlässige Partner wie HSM®, die die komplette Lieferkette absichern können. Aber auch auf Zuliefererseite sehen wir deutlich mehr Bewegung. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen, die neu im Defence-Bereich Fuß fassen wollen, suchen einen Partner mit echter Fach- und Branchenkompetenz. Da kommt es nicht nur auf die Materialqualität, sondern auf echte Systempartnerschaft an.
Welche Rolle spielt dabei Ihre langjährige Erfahrung mit zertifizierten Prozessen und großen OEMs? Zertifizierungen sind in dieser Branche absolut unverzichtbar. Viele Einkäufer dürfen ohne gültige Zertifikate gar keine Bestellungen auslösen. Unsere Erfahrung mit auditierten Prozessen, Geheimhaltungsvereinbarungen und komplexen Anforderungen hilft uns enorm – denn wir wissen, wie man zuverlässig, normenkonform und termingerecht liefert. Vor allem bei sensiblen Werkstoffen und sicherheitskritischen Anwendungen ist Vertrauen entscheidend – und das basiert auf Zertifizierung, Erfahrung und Konstanz.
Wie pflegen Sie Ihre Kundenbeziehungen konkret? Wir setzen auf sehr enge persönliche Betreuung. Mit vielen Kunden sprechen wir wöchentlich in festen MS Teams-Meetings, sowohl über operative Themen als auch über strategische Entwicklungen – zum Beispiel zu aktuellen Entscheidungen der Bundeswehr oder geplanten Investitionen. Wichtig ist: Versorgungssicherheit geht vor Preis. Unsere Kunden wissen, dass wir zuverlässig liefern – auch wenn andere nicht mehr können. Da wird lieber mal ein Euro mehr investiert, als Materialengpässe zu riskieren.
Welche Rolle spielt das Qualitätsmanagement – insbesondere Normen wie DIN EN 9120:2018, ISO 9001:2015 oder ISO 19443:2018? Ohne diese Normen wäre eine Tätigkeit in der Branche gar nicht möglich. Sie sind Voraussetzung für die Teilnahme an Ausschreibungen und die Abwicklung jeder Bestellung. Unsere Umstempelberechtigung und regelmäßige Audits stellen sicher, dass unsere Kunden vollständig rückverfolgbare Materialien mit korrekter Kennzeichnung, Materialnummern und allen notwendigen Dokumenten erhalten. Das ist ein echter Wettbewerbsvorteil – denn Fehler in der Lieferkette kann sich heute niemand mehr leisten.
Welche Werkstoffe und Lieferformen können Sie aktuell anbieten? Wir liefern alles, was im Bereich Edelstahl, Aluminium und Sonderwerkstoffe gefragt ist – insbesondere auch Duplex- und Superduplex-Stähle. Bei den Lieferformen sind wir extrem flexibel: Ob Rohre, Platten, Stangen oder Spezialanfertigungen nach Zeichnung – wir bieten auch Wärme- und Oberflächenbehandlungen sowie komplexe Bearbeitungen an. Kurz gesagt: Alles, was im Bereich Stahl und Metall gebraucht wird.
Was spricht für HSM® als Partner – insbesondere für Zulieferer von OEMs? Wir bieten unseren Kunden normensichere, wärmebehandelte Materialien, die fertig zur Weiterverarbeitung sind. Unsere Partner in der Zulieferkette müssen sich um nichts kümmern – und minimieren dadurch ihre Fehlerquellen. Dazu kommen spezielle Services wie Sonderfahrten für besonders eilige Lieferungen oder auch Rahmenverträge, die aktuell immer mehr an Bedeutung gewinnen. Wir helfen unseren Kunden, planbar und zuverlässig zu arbeiten – trotz volatiler Märkte.
Was ist aus Ihrer Sicht der entscheidende Mehrwert, den HSM® seinen Kunden heute bietet? Ganz klar: Versorgungssicherheit, Fachkompetenz und persönliche Betreuung. Unsere Kunden wissen, dass wir nicht nur Werkstoffe liefern – wir liefern Lösungen. In einer Branche, in der Termine, Normen und Dokumentation alles sind, ist das ein entscheidender Vorteil.
Ein kurzer Ausblick: HSM® bleibt am Ball – durch aktives Qualitätsmanagement, jüngste Rezertifizierungen, Audit-Erfolge und fortlaufende Prozessoptimierung.